Wie lassen sich gemeindeeigene Gebäude energieeffizienter betreiben? Wo gehen Wärme, Strom oder Wasser unbemerkt verloren? Und welche Maßnahmen können Gemeinden im Rahmen der EED III sinnvoll vorbereiten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die KEM Inn-Hausruck und die KEM Inn-Kobernaußerwald gemeinsam mit Energiecoach Franz Strasser im Rahmen neuer Energie-Coachings, die im April und Mai in acht Gemeinden stattgefunden haben. Besichtigt wurden unter anderem Gemeindeämter, Schulen, Vereinshäuser, Feuerwehrhäuser, Turnhallen und weitere kommunale Gebäude.
Das Konzept ist einfach und unkompliziert: Vor Ort findet eine rund 1,5-stündige Begehung mit anschließendem Abschlussgespräch statt. Besichtigt wird dort, wo die Gemeinde Bedarf sieht. Begleitet wird das Angebot durch Energiecoach Franz Strasser und die KEM. Dabei werden sowohl kostenlos umsetzbare Maßnahmen als auch langfristige Investitionen angesprochen. Im Mittelpunkt standen die thermische Gebäudehülle, Gebäudedichtheit sowie Wärme-, Wasser- und Stromverbrauch. Zusätzlich wurden allgemeine Fragen zu Energiesparmaßnahmen, EED III und aktuellen Fördermöglichkeiten beantwortet.
Die ersten Coachings zeigen: Oft sind es nicht nur große Sanierungen, die Wirkung bringen. Auch kleinere Maßnahmen können helfen, Energieverluste zu reduzieren. In mehreren Gebäuden wurden zum Beispiel undichte Türen, Dachbodenaufgänge oder Fensterbereiche als mögliche Schwachstellen erkannt. Solche Stellen können den Heizenergiebedarf erhöhen, sind aber häufig mit überschaubarem Aufwand verbesserbar. Auch die getrennte Erfassung von Wärmeverbräuchen in unterschiedlich genutzten Gebäudebereichen wurde als hilfreicher Schritt empfohlen, um Einsparpotenziale besser sichtbar zu machen.
Weitere Erkenntnisse aus den Begehungen betreffen den sparsamen Umgang mit Wasser und Strom: Schon einfache Einstellungen bei Waschbeckenarmaturen können den Wasserverbrauch deutlich senken. Auch Elektro-Kleinspeicher, Beleuchtung oder veraltete Leuchtmittel wurden als Bereiche identifiziert, in denen sich mit kleinen Anpassungen Energie einsparen lässt. Vieles ist keine Wissenschaft – doch das genaue Hinschauen mit dem Energiecoach zeigt oft Punkte auf, die im Alltag leicht übersehen werden.


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