Leader


Ziele & Strategie

Hinter der Abkürzung „LEADER“ verbirgt sich eine Initiative, die ländliche Regionen weiterentwickeln möchte. Hier arbeiten Personen aus der Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft, (Land-) Wirtschaft und den Gemeinden zusammen, um neue Lösungen für Herausforderungen im ländlichen Raum zu finden.
In Österreich gibt es 77 LEADER-Regionen, in Oberösterreich 20 LEADER-Regionen.


LEADER stärkt ländliche Regionen. 

Im Innviertel gibt es drei LEADER-Regionen, die mit kreativen Ideen und fachlichem Wissen beraten. Gemeinsam entstehen Impulse, die die Lebensqualität erhöhen und das Miteinander stärken.

Was genau ist LEADER? Ein Kurzfilm erklärt, was LEADER ist und wie die Regionalentwicklungsmethode funktioniert:


LEADER-Region Mitten im Innviertel


38 Gemeinden der Bezirke Braunau und Ried mit mehr als 60.000 Einwohner*innen haben sich zur LEADER-Region Mitten im Innviertel zusammengeschlossen.

 
Für eine langfristige Regionalentwicklung ist es wichtig, auf regionale Besonderheiten einzugehen. Gemeinsam mit der Bevölkerung wurde eine Lokale Entwicklungsstrategie erarbeitet. Sie hält Bedarfe und Ziele der Region fest. Jedes LEADER-Projekt muss zu einem Ziel der Lokalen Entwicklungsstrategie beitragen.


Die Mitgliedsgemeinden liegen zwischen dem Inn und dem Kobernaußerwald:
Andrichsfurt, Altheim, Aspach, Eberschwang, Eitzing, Geiersberg, Geinberg, Gurten, Hohenzell, Höhnhart, Kirchdorf am Inn. Kirchheim im Innkreis, Lohnsburg am Kobernaußerwald, Maria Schmolln, Mehrnbach, Mettmach, Mörschwang, Mühlheim am Inn, Neuhofen im Innkreis, Obernberg am Inn, Pattigham, Peterskirchen, Polling, Pramet, Reichersberg, Ried im Innkreis, Roßbach, St. Johann am Walde, St. Georgen bei Obernberg am Inn, St. Marienkirchen am Hausruck, St. Martin im Innkreis, St. Veit im Innkreis, Treubach, Tumeltsham, Utzenaich, Waldzell, Weilbach, Wippenham.


Von der Idee zum LEADER-Projekt

Eine Idee kann zum LEADER-Projekt werden, wenn:

  • sie zur Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie Mitten im Innviertel beiträgt
  • sie innovativ ist und etwas Neues in die Region bringt,
  • sie in der LEADER-Region verwirklicht wird und der Region zugute kommt
  • ein:e Projektträger:in dahinter steht
  • langfristiger Bestand angepeilt wird
  • Eigenmittel für die Umsetzung und Vorfinanzierung gesichert sind
  • und ein positiver Beschluss des Projektauswahlgremiums vorliegt

Förderungswerber

Gemeinden, natürliche Personen, juristische Personen (z. B. Vereine) und gemeinnützige Personengemeinschaften können LEADER-Projekte beantragen.

Fördersätze (pro Projekt gilt ein einheitlicher Fördersatz für alle Kostenpositionen):

  • 40 % Förderung für einkommensschaffende, wertschöpfende Vorhaben
  • 60 % Förderung für indirekt einkommensschaffende, investive Vorhaben 
  • 80 % Förderung für nicht-investive Vorhaben zu Querschnittsthemen wie Bildung, Jugend, MigrantInnen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Klima und Umwelt, Demographie, regionale Kultur und Identität

Schritt für Schritt zum Projekt

1. Vorstellung der Projektidee

Projektidee im LEADER-Büro vorstellen ( siehe KONTAKT)

 

2. Projektansuchen ausarbeiten

Formulare sind im LEADER-Büro erhältlich. Für die Kostenübersicht werden genaue Angebote (Kostenvoranschläge, Preisauskünfte) benötigt.
Wichtig: Da LEADER-Projekte nicht zu 100 % gefördert werden, müssen Eigenmittel für die Finanzierung aufgebracht werden!

‍3. Projektpräsentation

Bei den Sitzungen des Projektauswahlgremiums präsentieren die Projektgruppen ihr Vorhaben. Sitzungstermine und Auswahlkriterien sind auf dieser Website veröffentlicht.

4. Förderungsantrag

Nach positivem Beschluss des Projektauswahlgremiums kann der Förderungsantrag gestellt werden. Das LEADER-Büro reicht dann den Förderungsantrag bei der zuständigen Landesstelle ein. Die Antragsunterlagen werden bei der LEADER-Landesstelle geprüft, eventuell Nachforderungen von Unterlagen.

5. Projektbewilligung und -umsetzung

Wenn die schriftliche Projektbewilligung der LEADER-Landesstelle vorliegt, kann die Projektumsetzung beginnen. Das eingereichte Projekt ist genau einzuhalten und gut zu dokumentieren (Fotos, Anwesenheitslisten, usw.). Die Projektkosten sind innerhalb der Projektlaufzeit umzusetzen und zu bezahlen. Änderungen nur in geringem Ausmaß möglich und müssen vorher (!) dem LEADER-Büro mitgeteilt werden. Die eingehenden Rechnungen des LEADER-Projekts werden vom Projektträger bezahlt. Diese Rechnungen und deren Zahlungsnachweise sind Grundlagen für die Projektabrechnung.

 Unbedingt auf die Einhaltung der Publizitätsvorschriften achten!

6. Projektabrechnung und Zahlungsantrag

Ist das Projekt vollständig umgesetzt, kann der Antrag auf Auszahlung der Förderung gestellt werden. Dem Zahlungsantrag ist ein Tätigkeitsbericht beizulegen, der insbesondere die angefallenen Kosten dokumentiert. Das LEADER-Büro reicht den Zahlungsantrag bei der zuständigen Landesstelle ein. Nach dortiger Prüfung erfolgt die Auszahlung der Förderung. Mit Auszahlung der Förderung gilt das LEADER-Projekt als abgeschlossen. Achtung auf den Verpflichtungszeitraum!

 

Das LEADER Büro in Ried im Innkreis ist Anlaufstelle für deine Projektidee.


Projektauswahl

Ein regionales Gremium aus 19 Personen entscheidet, welche Projekte zur Lokalen Entwicklungsstrategie beitragen und zur Förderung empfohlen werden. Es sind größtenteils Privatpersonen, zum kleineren Teil Vertreter:innen öffentlicher Einrichtungen aus der Region.

Geschäftsordnung Projektauswahlgremium
Kriterien zur Auswahl von LEADER-Projekten

Prozessablaufdiagramm zur LEADER Projektauswahl

Die LEADER-verantwortliche Landesstelle stellt das Verbindungsglied zwischen dem Bundesministerium als Verwaltungsbehörde und den LEADER-Regionen dar. In Oberösterreich ist die Abteilung Land- und Forstwirtschaft des Landes OÖ als LEADER-verantwortliche Landesstelle zuständig.


LEADER-Projekte

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Downloads


Archiv

ARCHIV LEADER 07 - 13

Die LEADER-Förderperiode 2007 bis 2013 war die erste Teilnahme des damals neu gegründeten Regionalvereins Innviertel – vom Inn zum Kobernaußerwald. Erste Erfahrungen mit der Umsetzung von Projekten und dem Aufbau von Netzwerken im LEADER-Kontext wurden gesammelt.

Mit insgesamt 86 Projekten, die einer Investition von etwa 17,5 Mio. Euro in den ländlichen Lebensraum unserer Region entsprachen, konnten knapp 5,6 Mio. Euro Fördermittel aus LEADER lukriert werden, bei gleichzeitig geringen Verwaltungskosten von unter 6%.

Tatsächlich unbezahlbar waren aber die Effekte, die durch LEADER in der Vernetzung regionaler Stakeholder ausgelöst wurden.

 Einen Überblick über alle Projekte und Aktivitäten gibt der Projektbericht, der hier heruntergeladen werden kann: Projektbericht 2007-2013