Leader


Ziele 

Hinter der Abkürzung „LEADER“ verbirgt sich eine Initiative, die ländliche Regionen weiterentwickelt.
Hier arbeiten Personen aus Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft, (Land-) Wirtschaft und Gemeinden zusammen, um neue Lösungen für Herausforderungen im ländlichen Raum zu finden.
In Österreich gibt es 77 LEADER-Regionen, in Oberösterreich 20 LEADER-Regionen.


LEADER stärkt ländliche Regionen. 

Im Innviertel gibt es drei LEADER-Regionen, die mit kreativen Ideen und fachlichem Wissen beraten. Gemeinsam entstehen Impulse, die die Lebensqualität erhöhen und das Miteinander stärken.

Was genau ist LEADER? Folgender Kurzfilm erklärt es:


LEADER-Region Mitten im Innviertel


41 Gemeinden der Bezirke Braunau und Ried mit mehr als 65.000 Einwohner*innen haben sich zur LEADER-Region Mitten im Innviertel zusammengeschlossen.

 
Für eine langfristige Regionalentwicklung ist es wichtig, auf regionale Besonderheiten einzugehen. Gemeinsam mit der Bevölkerung wurde eine Lokale Entwicklungsstrategie erarbeitet. Sie hält Bedarfe und Ziele der Region fest. Jedes LEADER-Projekt muss zu einem Ziel der Lokalen Entwicklungsstrategie beitragen.


Die Mitgliedsgemeinden liegen zwischen dem Inn und dem Kobernaußerwald:
Andrichsfurt, Antiesenhofen, Altheim, Aspach, Eberschwang, Eitzing, Geiersberg, Geinberg, Gurten, Hohenzell, Höhnhart, Kirchdorf am Inn, Kirchheim im Innkreis, Lohnsburg am Kobernaußerwald, Maria Schmolln, Mehrnbach, Mettmach, Mörschwang, Mühlheim am Inn, Neuhofen im Innkreis, Obernberg am Inn, Pattigham, Peterskirchen, Polling im Innkreis, Pramet, Reichersberg, Ried im Innkreis, Roßbach, St. Johann am Walde, St. Georgen bei Obernberg am Inn, St. Marienkirchen am Hausruck, St. Martin im Innkreis, St. Veit im Innkreis, Schildorn, Treubach, Tumeltsham, Utzenaich, Waldzell, Weilbach, Wippenham.


Von der Idee zum LEADER-Projekt

Eine Idee kann zum LEADER-Projekt werden, wenn:

  • sie zur Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie beiträgt,
  • innovativ ist und etwas Neues in die Region bringt,
  • in der LEADER-Region verwirklicht wird und der Region zugute kommt,
  • ein:e Projektträger:in dahinter steht,
  • langfristiger Bestand angepeilt wird,
  • Eigenmittel für die Umsetzung und Vorfinanzierung gesichert sind,
  • und ein positiver Beschluss des Projektauswahlgremiums vorliegt.

Eine LEADER-Projektidee einreichen können:

Gemeinden, natürliche Personen, juristische Personen (z. B. Vereine), gemeinnützige Personengemeinschaften.

Fördersätze (pro Projekt gilt ein einheitlicher Fördersatz für alle Kostenpositionen):

  • 40 % Förderung für einkommensschaffende, wertschöpfende Vorhaben
  • 60 % Förderung für indirekt einkommensschaffende, investive Vorhaben 
  • 80 % Förderung für nicht-investive Vorhaben zu Querschnittsthemen wie Bildung, Jugend, MigrantInnen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Klima und Umwelt, Demographie, regionale Kultur und Identität

Schritt für Schritt zum Projekt

1. Idee vorstellen

Projektidee im LEADER-Büro vorstellen: KONTAKT

Wichtig: So früh als möglich bei uns melden! Alles braucht seine Zeit - auch ein LEADER-Projekt.
Die Projektentwicklung kann einige Monate beanspruchen.

Im Erstgespräch wird geklärt, ob die Idee zur Lokalen Entwicklungsstrategie passt und welche Kriterien zu erfüllen sind, um eine LEADER-Förderung beantragen zu könnnen.

2. Projektansuchen ausarbeiten

Nun sind die Projektdetails zu planen: Für das Projektkonzept sind die Vorhaben zu beschreiben, Preisangebote einzuholen, die Finanzierung zu regeln und ein Zeitplan zu erstellen. Die auszufüllenden Formulare sind im LEADER-Büro erhältlich.

Wenn das vollständige Projektkonzept vorliegt, wird es bei der Förderstelle zur Vorprüfung vorgelegt und eine fachliche Stellungnahme eingeholt. Dabei können sich weitere Fragen ergeben oder es müssen Ergänzungen im Projekt vorgenommen werden.
Mit einer positiven Stellungnahme werden die Projektunterlagen an das Projektauswahlgremium weitergeleitet.

Danach sind die offiziellen Förderungsdokumente auszufüllen: Der Förderungsantrag beinhaltet das Projektkonzept samt Zielen, Kostenübersicht mit Preisangeboten und diverse förderungsrelevante Unterlagen des Projektträgers.

Bitte beachten: Alle Unterlagen des Förderantrages müssen spätestens vier Wochen vor dem Sitzungstermin im LEADER-Büro aufliegen.

‍3. Projekt präsentieren

Bei den Sitzungen des Projektauswahlgremiums präsentieren die Projektgruppen ihr Vorhaben. Dafür sind 10 Minuten Zeit.
Anschließend bewertet das Projektauswahlgremium die eingereichten Projekte nach einem einheitlichen Schema und legt den Fördersatz fest. Die Ergebnisse werden den Projektgruppen in den nachfolgenden Tagen mitgeteilt.
Sitzungstermine und Auswahlkriterien werden auf dieser Website veröffentlicht.

4. Förderungsantrag einreichen

Nach positivem Beschluss des Projektauswahlgremiums kann der Förderungsantrag gestellt werden. Das LEADER-Büro reicht den Förderungsantrag bei der zuständigen Landesstelle ein. Die Antragsunterlagen werden bei der LEADER-Landesstelle geprüft, eventuell gibt es Nachforderungen von Unterlagen.

5. Projektbewilligung und Projektumsetzung

Wenn die schriftliche Projektbewilligung der Förderstelle vorliegt, kann die Projektumsetzung beginnen. Erst dann sind Kosten für das Projekt anrechenbar. Das bedeutet: Nur Rechnungen, die nach der Projektbewilligung erfolgen, können bei der Abrechnung berücksichtigt werden.

Achtung: Die Genehmigung ist noch kein Rechtsanspruch auf die tatsächliche Auszahlung der Förderung. Ob die Förderung auch ausbezahlt wird, hängt davon ab, ob die Projektziele erreicht werden, die du bei der Einreichung festgelegt hast.

Bitte beachten:

  • Das eingereichte Projektkonzept ist genau einzuhalten und gut zu dokumentieren (Fotos, Anwesenheitslisten, usw.). Denn förderfähig sind nur Kosten, die eingereicht und bewilligt wurden.
  • Änderungen sind nur in geringem Ausmaß möglich (z. B. neue Inhalte kommen hinzu, Umsetzung wird nicht rechtzeitig fertig, Kosten werden billiger oder teurer) und erfordern eine schriftliche Genehmigung der Förderstelle. Deshalb sind Änderungen rechtzeitig vorher im LEADER-Büro mitzuteilen. Die genehmigten Gesamtkosten können nicht überschritten werden.
  • Erfolgt die Leistungsvergabe vor der Genehmigung, geschieht das auf eigenes Risiko. Es kann sein, dass das gesamte Projekt nicht mehr förderfähig ist.
  • Bitte immer auf eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und korrekte Zahlung der Leistungen achten, damit das Projekt auch keine Schwierigkeiten bei der Abrechnung hat. Originalrechnungen und Zahlungsnachweise sind wichtige Grundlagen für die Projektabrechnung.
  • Projektträger:innen sind verpflichtet, bei allen Projektmaßnahmen auf den Fördergeber hinzuweisen. Deshalb unbedingt die Publizitätsrichtlinien einhalten - das ist eine wichtige Voraussetzung für die Auszahlung der Förderung. Bei Drucksorten (Folder, Plakate, Inserate, usw.) sind Belegexemplare zu sammeln, die den Förderungsnachweis dokumentieren.
  • Regelmäßig kontrollieren, ob das Projekt auch die gewünschte Wirkung erzielt. Nur so können wir rechtzeitig steuernd eingreifen, damit die Projektziele erreicht werden können.
  • Fotos von der Projektumsetzung machen.
 

6. Projektabrechnung und Zahlungsantrag

Ist das Projekt vollständig umgesetzt, kann der Antrag auf Auszahlung der Förderung gestellt werden. Das bedeutet, das gesamte Projekt ist vorzufinanzieren und kann erst nach der Umsetzung abgerechnet werden. Die Kosten der Projektabrechnung müssen mit den bewilligten Kosten übereinstimmen.

Für den Zahlungsantrag ist eine Belegaufstellung und ein Tätigkeitsbericht zu erstellen, die die angefallenen Kosten dokumentieren. Die auszufüllenden Dokumente sind im LEADER-Büro erhältlich.
Beizulegen sind die Originalrechnungen, Kontoauszüge und Belegexemplare (Drucksorten, Presseberichte), usw.

Das LEADER-Büro reicht den Zahlungsantrag bei der Förderstelle ein. Nach dortiger Prüfung erfolgt die Auszahlung, damit gilt das LEADER-Projekt als abgeschlossen. Achtung auf den Verpflichtungszeitraum!

Alle Aufzeichnungen und Unterlagen sind 10 Jahre ab Ende jenen Jahres, in dem die Förderung ausbezahlt wurde, aufzubewahren (z. B. Anträge, Bescheide, Angebote, Bewilligungen, Berichte, Rechnungen, Angebote, Zeitaufzeichnungen, usw.).
Eine Vor-Ort-Kontrolle kann erfolgen!


Projektauswahl

Ein regionales Gremium aus 19 Personen entscheidet, welche Projekte zur Lokalen Entwicklungsstrategie beitragen und zur Förderung empfohlen werden. Es sind größtenteils Privatpersonen, zum kleineren Teil Vertreter:innen öffentlicher Einrichtungen.

Weitere Informationen:

Geschäftsordnung Projektauswahlgremium
Kriterien zur Auswahl von LEADER-Projekten

Prozessablaufdiagramm zur LEADER Projektauswahl

Die LEADER-verantwortliche Landesstelle ist das Verbindungsglied zwischen dem Bundesministerium als Verwaltungsbehörde und den LEADER-Regionen. In Oberösterreich ist die Abteilung Land- und Forstwirtschaft des Landes OÖ als LEADER-verantwortliche Landesstelle zuständig.


LEADER-Projekte

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Downloads


Archiv

ARCHIV LEADER 07 - 13

Die LEADER-Förderperiode 2007 bis 2013 war die erste Teilnahme des damals neu gegründeten Regionalvereins Innviertel – vom Inn zum Kobernaußerwald. Erste Erfahrungen mit der Umsetzung von Projekten und dem Aufbau von Netzwerken im LEADER-Kontext wurden gesammelt.

Mit insgesamt 86 Projekten, die einer Investition von etwa 17,5 Mio. Euro in den ländlichen Lebensraum unserer Region entsprachen, konnten knapp 5,6 Mio. Euro Fördermittel aus LEADER lukriert werden, bei gleichzeitig geringen Verwaltungskosten von unter 6%.

Tatsächlich unbezahlbar waren aber die Effekte, die durch LEADER in der Vernetzung regionaler Stakeholder ausgelöst wurden.

 Einen Überblick über alle Projekte und Aktivitäten gibt der Projektbericht, der hier heruntergeladen werden kann: Projektbericht 2007-2013