Multilokalität – Leben an mehr als einem Ort – Mitten im Innviertel

TU-Forschungsprojekt untersucht Zukunftsthema auch im Innviertel

Ein Forschungsprojekt der TU Wien beschäftigt sich aktuell mit Multilokalität, also dem Leben an mehr als einem Standort. Untersuchungsgebiet ist auch das Innviertel! Für einen Fokusgruppentermin am Dienstag, 20. September 2022 werden Teilnehmende gesucht.

Immer mehr Menschen leben an mehr als einem Ort. Die Covid-19-Pandemie und vermehrtes Interesse am ländlichen Raum als Wohnort haben diesen Trend weiter verstärkt. Gemeinsam mit der Tiroler GemNova und dem deutschen Verein Neuland21 schaut man an der Technischen Universität Wien nun in einem Forschungsprojekt genau hin: „Wir beschäftigen uns mit den Herausforderungen und Chancen, die ein multilokales Leben im bzw. für den ländlichen Raum mit sich bringt. Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen“, erklärt Projektleiterin Lena Schartmüller vom Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen.

Damit die Vielfalt der ländlichen Räume in Österreich abgebildet werden, hat man vier Untersuchungsgebiete gewählt – eines davon ist das Innviertel. „Wir freuen uns, dass das Innviertel in dem Forschungsprojekt mit dabei ist und wir auch unsere Erfahrungen, die wir mit Multilokalität in der Region bereits gemacht haben, einbringen können“, meint Rita Atzwanger von der LEADER-Region Mitten im Innviertel. Multilokalität ist ein Thema, das überregional gedacht werden muss, deshalb hat man sich auch das Regionalmanagement Oberösterreich mit ins Boot geholt. „Für uns ist das Forschungsprojekt eine Tolle Möglichkeit, uns auch mit anderen Regionen in Österreich auszutauschen, Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten zu diskutieren und voneinander zu lernen“, so Stefanie Moser vom Regionalmanagement Oberösterreich.

Um die Sichtweisen der multilokal lebenden Innviertler*innen im Projekt abbilden zu können, findet am Dienstag, 20. September 2022 um 18 Uhr in der Giesserei in Ried eine Fokusgruppe statt. Gesucht werden 6-10 Personen, die mindestens einen ihrer Standorte im Innviertel haben und ihre Erfahrungen in das Projekt einbringen möchten. Um Anmeldung unter lena.schartmueller@tuwien.ac.at wird gebeten!

Das Projekt „Multilokalität im ländlichen Raum“ wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus finanziert und läuft 1,5 Jahre. Das vielfältige Projektteam rund um die Technische Universität Wien (Forschungsbereich Soziologie, Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen und weitere), die GemNova und Neuland21 e. V. wird von folgenden Projektpartner*innen aus den Untersuchungsgebieten unterstützt: Regionalmanagement Oberösterreich – Region Innviertel-Hausruck, LEADER-Region Mitten im Innviertel, Gemeinde Göriach, Biosphärenpark Lungau, KEM Lungau und pilum digital GmbH.

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND, LAND UND EUROPÄISCHER UNION