Ein einzigartiges Innovationsnetzwerk, das nachhaltige Entwicklung, Kreislaufwirtschaft und regionale Wertschöpfung vorantreibt.

Großer Meilenstein in der Regionalentwicklung: Die drei LEADER-Regionen Sauwald-Pramtal, Mitten im Innviertel und Oberinnviertel-Mattigtal erhielten den Zuschlag und dürfen ein Ländliches Innovationsnetzwerk im Innviertel (LINI) starten.
Ziel ist es, in den nächsten drei Jahren Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und regionale Wertschöpfung zu fördern.

Geplant ist, dabei Unternehmen, Gemeinden, Forschungseinrichtungen und Bevölkerung zusammenzubringen, um gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

LINI LandLabor konzentriert sich auf drei Bereiche :

  • Boden & Bauen
  • Regionale Lebensmittel
  • Rohstoffe & Ressourcen

Projektauftakt war im Dezember 2025, die Laufzeit ist bis 2028 angesetzt.

LINI LandLabor ist Teil der Regionalentwicklung im Innviertel, zu der auch Organisationen wie die LEADER‑Regionen gehören. Diese Vereine und Netzwerke arbeiten gemeinsam daran, das Innviertel zu stärken und regionale Projekte zu initiieren.


Gemeinsam gestalten Mitten im Innviertel 

Drei Geling Faktoren für Zusammenarbeit im ländlichen Raum


Gemeinsam gestalten statt nebeneinander arbeiten
„Zusammenarbeit“ ist ein Wort, das in Regionalentwicklung, Vereinen und Initiativen oft verwendet wird – und sehr Unterschiedliches meint. Gerade im ländlichen Raum entstehen viele gute Ideen parallel: in Gemeinden, Vereinen, Betrieben, Initiativen oder Bildungsprojekten. Das große Potenzial liegt darin, diese Kräfte zu verbinden.

1. Ein gemeinsames Ziel – klar, verständlich
Kooperation beginnt nicht mit einer Sitzung, sondern mit einer gemeinsamen Vorstellung davon, wofür man zusammenarbeitet. In Netzwerken treffen unterschiedliche Erwartungen und Arbeitsweisen aufeinander. Umso wichtiger ist es, das gemeinsame Ziel sichtbar zu machen – und regelmäßig zu überprüfen.

Hilfreiche Fragen dabei sind:
- Was wollen wir gemeinsam bewirken – für die Region, für die Menschen?
- Wo überschneiden sich unsere Interessen und Kompetenzen?
- Woran erkennen wir, dass die Zusammenarbeit erfolgreich ist?

Ein klar formuliertes Ziel schafft Orientierung und verhindert, dass Teamarbeit zu einem zusätzlichen „Zeitfresser“ wird. Gerade im Ehrenamt und in regionalen Projekten ist Zeit eine knappe Ressource. Wenn der Sinn der Zusammenarbeit nachvollziehbar ist, steigt die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und dranzubleiben.

2. Unterschiedlichkeit nutzen – statt Einigkeit erzwingen
Gute Zusammenarbeit bedeutet nicht, dass alle gleich denken. Im Gegenteil: Netzwerke leben von unterschiedlichen Blickwinkeln, Erfahrungen und Fachkenntnissen. Gemeinden, Landwirtschaft, Wirtschaft, Bildung, Soziales oder Kultur – jede Perspektive erweitert den Handlungsspielraum.

In der Praxis zeigt sich jedoch: Unterschiedlichkeit kann auch Reibung erzeugen. Entscheidend ist, wie damit umgegangen wird. Wenn Rollen, Beiträge und Erwartungen geklärt sind, wird Vielfalt zur Stärke.

Bewährt haben sich:
- klare Absprachen zu Aufgaben und Zuständigkeiten,
- Transparenz darüber, wer was beitragen kann und will,
- eine Kultur, in der Fragen und kritische Rückmeldungen erlaubt sind.

Teamarbeit heißt nicht, alles gemeinsam zu machen, sondern das Richtige miteinander zu verbinden.

3. Kommunikation als tragendes Fundament
Offene und regelmäßige Kommunikation ist der meistunterschätzte Erfolgsfaktor von Zusammenarbeit. Gerade in Netzwerken ohne formale Hierarchien braucht es klare und verlässliche Kommunikationswege.

Dabei geht es nicht um mehr Meetings, sondern um:
- nachvollziehbare Entscheidungsprozesse,
- transparente Informationskanäle,
- einen respektvollen Umgang auch bei unterschiedlichen Meinungen.

Konflikte gehören zur Zusammenarbeit dazu – sie entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus unterschiedlichen Sichtweisen. Werden sie frühzeitig angesprochen, können sie Entwicklung ermöglichen. Werden sie vermieden, bremsen sie Projekte und Engagement.

Fazit: Kooperation braucht Struktur, Vertrauen und Räume

Zusammenarbeit im ländlichen Raum ist kein Selbstläufer – aber sie ist ein entscheidender Hebel für nachhaltige Regionalentwicklung. Sie braucht klare Ziele, Vertrauen in unterschiedliche Stärken und eine offene Kommunikationskultur. Wenn diese Faktoren zusammenspielen, entstehen tragfähige Kooperationen mit Wirkung für die Region.

LINI Landlabor schafft Austauschformate und Begegnungsräume, in denen genau dieser Dialog möglich ist – über Organisations- und Projektgrenzen hinweg.

Sie möchten Projektideen weiterentwickeln? Gabriele Höfler freut sich über die Kontaktaufnahme und den Austausch.

Ansprechpartnerin:

Gabriele Höfler
hoefler@innovatives-innviertel.at

0664 / 545 1799

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND, LAND UND EUROPÄISCHER UNION
DIESES PROJEKT WIRD AUS MITTELN DES KLIMA-UND ENERGIEFONDS GEFÖRDERT UND IM RAHMEN DES PROGRAMMS KLIMA- UND ENERGIE-MODELLREGIONEN DURCHGEFÜHRT.
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