15. Juni 2026

INNVIERTEL / Mit dem Sommer ziehen nicht nur Schönwetterwolken und Leichtigkeit ins Land, auch für Festivals ist jetzt Hochsaison. Das Innviertel hat sich in den vergangenen Jahren zum Schauplatz etlicher hochkarätiger Veranstaltungen gemausert und bedient die unterschiedlichsten Musikgeschmäcker. Hier eine kleine Auswahl – und der Hinweis auf ein größeres Fest.

Grün und großartig
Eine gute Idee und Menschen, die Projekte ambitioniert umsetzen, stehen am Beginn (fast) jeder Erfolgsgeschichte. So auch beim „Free Tree Open Air“ in Taiskirchen (Bezirk Ried), das heuer von 7. bis 9. August stattfindet. Drei Tage, vollgepackt mit guter Musik, guter Laune und Festivalfeeling pur. Hinter dem Großevent steht der Verein „Kraut und Ruam“, gegründet 2010 aus dem Gefühl heraus, dass im Innviertel etwas fehlt. Die Gründungsmitglieder, alles leidenschaftliche Festivalbesucherinnen und Musikliebhaber, vermissten eine Bühne für Alternative Music, ein breit gefächertes Feld abseits des Mainstreams. 

2012 stellte der Verein zum ersten Mal das Free Tree Open Air in Taiskirchen auf die Beine. „Heute ist das Festival d a s Vorzeige-Green-Event in Österreich“, so Vereinsobmann Johann Gattermaier. Für seine klare Ausrichtung – Vermeidung und strikte Trennung von Müll, biologische, vegetarische und vegane Küche, Vorschläge zur Anreise mit Öffis und anderes mehr – hat der Verein schon etliche „grüne“ Preise gewonnen.

An den drei Festivaltagen wird Gewaltiges aufgeboten: „Fünf Bühnen, 35 Bands, 70 DJs, in Summe 150 Acts pro Wochenende“, zählt Johann Gattermaier auf. Allein 450 Bands haben sich für das heurige Festival beworben, dazu kommen die Wunschkandidaten der Veranstalter, „da kommt schon was zusammen“, so Gattermaier, der wie alle Vereinsmitglieder ehrenamtlich arbeitet. Bekannt ist das Free Tree Open Air auch für seine Familientauglichkeit – es gibt ein eigenes Kinderprogramm –, seine Workshops und ein buntes Kulturprogramm (Poetry Slam, Kabarett …). Wer möchte, schlägt seine Zelte auf dem Campingplatz am Festivalgelände auf.

Jazz in der Scheune
Ähnlich locker geht es beim „Inntöne Jazzfestival“ zu, einer Veranstaltung mit Kultcharakter in Diersbach (Bezirk Schärding). Posaunist Paul Zauner versammelt auf seinem Bio-Bauernhof alles, was im Jazz Rang und Namen hat. Die Stimmung ist gelöst, familiär und getragen von Organisator Zauners menschenfreundlicher Sicht auf die Welt. Heuer findet das Festival von 14. bis 16. August statt, auch hier gibt es Bio-Essen, ein Kinderprogramm und Campingmöglichkeiten. Musiziert wird in der Scheune, auf einer Open-Air-Bühne und im „St. Pigs Pub“, dem ehemaligen Schweinestall.

Blasmusik und ein großer Festivalname

Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist auch das „Woodstock der Blasmusik“, ein Megaevent auf der grünen Wiese in Ort im Innkreis (Bezirk Ried). 100.000 Besucher und Besucherinnen kamen im Vorjahr in die Innviertler Gemeinde, um vier Tage lang Blasmusik in all ihren Facetten zu feiern. Das Festival ist Europas größtes Brass–Festival mit entsprechendem Rahmenprogramm und einer weit verstreuten Fan-Gemeinde, die jedes Jahr aufs Neue anreist – heuer von 2. bis 5. Juli.

Ein Schloss wird zur Bühne
Und zum Ausklang eines festivalleichten Sommers wird noch einmal richtig gefeiert: Am 4. September ist das Schloss Katzenberg (Kirchdorf am Inn, Bezirk Ried) Bühne für ein Fest vor pittoresker Kulisse. Innviertler Kulturschaffende aller Genres gestalten ein buntes Programm mit Tanz, Musik, Lesungen und Angeboten für Kinder. Es gibt Führungen durch das Schloss und an jeder Ecke Überraschendes, Spannendes und Unterhaltsames.

Das Fest in Katzenberg ist Teil des LEADER-Projekts „Kunst & Kultur im Innviertel“. Der Eintritt ist frei, los geht es um 16 Uhr und bei jeder Witterung.

Mehr Info:

www.freetreeopenair.at
www.inntoene.com
www.woodstockderblasmusik.at
www.innviertel.at/info-kunst-und-kultur

Rückfragehinweis: 

Helene Anna Musik
Tel.: +43 650 3002302
E-Mail: h.musik@innviertel.at

INNtoene Festival (c) Dieter Wagenbichler

Free Tree (c) Tim König

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND, LAND UND EUROPÄISCHER UNION
DIESES PROJEKT WIRD AUS MITTELN DES KLIMA-UND ENERGIEFONDS GEFÖRDERT UND IM RAHMEN DES PROGRAMMS KLIMA- UND ENERGIE-MODELLREGIONEN DURCHGEFÜHRT.
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