7. Oktober 2026

Welche elektrischen Arbeitsfahrzeuge bewähren sich im täglichen Einsatz am Bauhof? Wo liegen ihre Vorteile und wo noch Grenzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Praxis- und Vernetzungstreffen E-Kommunalfahrzeuge am 18. September 2026 am Bauhof der Stadt Ried im Innkreis.

Organisiert wurde die Veranstaltung von den vier KEM-Regionen Klimazukunft Mattigtal, Klimazukunft Oberinnviertel, Inn-Hausruck und Inn-Kobernaußerwald gemeinsam mit regionalen Partnern. Vertreter aus Gemeinden der Bezirke Braunau und Ried nutzten die Gelegenheit, verschiedene Fahrzeuge kennenzulernen und Erfahrungen aus dem kommunalen Alltag auszutauschen.

Fahrzeuge im Praxiseinsatz

Die Städte Ried und Braunau präsentierten bereits eingesetzte Elektrofahrzeuge, darunter einen E-Kastenwagen, ein Kipper-Pritschenfahrzeug sowie ein elektrisches Gieß- und Transportfahrzeug. Dadurch konnten die Teilnehmer direkt sehen, für welche Arbeiten elektrische Fahrzeuge bereits eingesetzt werden.

Ergänzend informierten Toyota Gadermayr und der Spezialist für elektrische Nutzfahrzeuge Adolf Seifried über aktuelle Modelle, technische Entwicklungen, Reichweiten, Ladeinfrastruktur und mögliche Einsatzbereiche. Herry Consult – Büro für Mobilitätsmanagement zeigte außerdem, wie Gemeinden die Umstellung ihrer Fahrzeugflotten strategisch angehen können.

Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt

Besonders wichtig war der direkte Austausch zwischen den Gemeinden. Fragen zu Reichweite, Nutzlast, Ladezeiten, Kosten und Einsatzdauer konnten anhand konkreter Erfahrungen diskutiert werden.

„Die Gemeinden stehen vielfach vor ähnlichen Fragen. Wenn eine Gemeinde bereits Erfahrungen mit einem E-Fahrzeug gesammelt hat, können andere unmittelbar davon profitieren“, betont Bgm. Gerhard Wipplinger, Obmann der KEMs Inn-Hausruck und Inn-Kobernaußerwald.

Auch die Stadt Braunau berichtete von positiven Erfahrungen: Die dort eingesetzten E-Fahrzeuge hätten sich sowohl im täglichen Betrieb als auch kostenseitig bewährt, der Fuhrpark werde daher schrittweise weiter umgestellt.

Lösungen müssen zum Einsatz passen

Das Treffen zeigte deutlich: Für die Elektrifizierung kommunaler Fuhrparks gibt es keine einheitliche Lösung. Entscheidend ist, welches Fahrzeug für welchen Einsatzbereich benötigt wird und wie gut Reichweite, Standzeiten und Ladeinfrastruktur dazu passen.

Gleichzeitig wurde sichtbar, dass E-Kommunalfahrzeuge bereits in vielen Bereichen praxistauglich eingesetzt werden können – etwa in der Grünraumpflege, im Winterdienst, bei der Straßenreinigung oder für Transportaufgaben.

Mit dem Vernetzungstreffen gaben die vier KEM-Regionen neue Impulse für klimafreundliche Gemeindeflotten und förderten den Austausch zwischen den Gemeinden im Innviertel.

Fotos: KEM Inn-Hausruck

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND, LAND UND EUROPÄISCHER UNION
DIESES PROJEKT WIRD AUS MITTELN DES KLIMA-UND ENERGIEFONDS GEFÖRDERT UND IM RAHMEN DES PROGRAMMS KLIMA- UND ENERGIE-MODELLREGIONEN DURCHGEFÜHRT.
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