Seit 2024 treffen sich Interessierte regelmäßig im Erneuerbare Energiegemeinschaften (EEG)-Forum. Von den KEMs und der Energiegruppe der Giesserei Ried im Innkreis initiiert, bieten die Abende Raum für Information und Austausch. Während zu Beginn Grundlagen und Rechtliches im Mittelpunkt standen, liegt der Fokus inzwischen auf begleitende Themen – darunter Kleinwindkraft, Speicherlösungen oder der Frage, wie Kommunikation und Vertrauen innerhalb einer EEG gestärkt werden können.
Der Austausch zeigt Wirkung: In kurzer Zeit entstand eine aktive Community, die Synergien hebt und die Weiterentwicklung vorantreibt. Das EEG-Forum wurde deshalb auch vom Klima- und Energiefonds als "KEM-Projekt des Jahres 2025" nominiert.
Für die Abrechnung steht die Open-Source-Software „EEG-Faktura“ zur Verfügung, die mit LEADER-Unterstützung entwickelt wurde. Sie wird inzwischen von 630 Energiegemeinschaften (EEG), Bürgerenergiegemeinschaften (BEG) und
Gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen (GEA) in Österreich genutzt - darunter auch viele aus dem Innviertel.
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Photovoltaikanlagen mit Schafen in St. Georgen bei Obernberg am Inn
Foto: Ringhofer, Klimafonds
3 Fragen an ...
Anton Neumayer
Kassier bei EEG Burgfeld
und regelmäßiger Besucher des EEG-Forums

Du bist regelmäßig beim EEG-Forum, welchen Nutzen bringt der Austausch?
Der Austausch ist enorm wertvoll – etwa zu den Fragen, wie wir neue Mitglieder ansprechen können, welche Argumente besonders überzeugen oder wie wir mit der Abrechnung und steuerlichen Verpfl ichtungen umgehen. Inzwischen geht es auch um technische Zukunftsthemen.
Wie wichtig ist eine Softwarelösung, um EEGs professionell führen zu können?
Aus meiner Sicht ist es unbedingt notwendig, mit einem geeigneten Tool zu arbeiten – allein wegen der Menge an Daten, die monatlich anfällt. Bei uns sind das bei rund 3.000 Datensätzen pro Monat für über 160 Mitglieder mehr als 1,8 Millionen Einzeldaten, die abgerechnet werden müssen. Mit der EEG-Faktura können wir zudem Rechnungen und
Gutschriften automatisch generieren – und das anwenderfreundlich.
Welche Zukunftsprojekte wären aus deiner Sicht sinnvoll, um die EEGs im Innviertel weiter zu stärken?
Hilfreich wären Projekte, die das Nutzen der Überschussproduktion tagsüber effi zienter ermöglichen. Beispielsweise durch intelligentes, netzdienliches Be- und Entladen von Speichern. Außerdem sehe ich Potenzial darin, weitere erneuerbare Energieformen wie Kleinwindkraft oder Wasserkraft mit Photovoltaik zu kombinieren.
Foto: Anton Neumayer
Weitere Meilensteine der Region sind HIER



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