Das Projekt „Rieder Radheldinnen“ wurde im Jahr 2025 ins Leben gerufen. Ziel ist es, Frauen mit Migrationshintergrund durch das Erlernen des sicheren Radfahrens in ihrer Selbstständigkeit, Gesundheit und gesellschaftlichen Teilhabe zu stärken – und gleichzeitig einen Beitrag zu klimafreundlicher Mobilität zu leisten. Das Konzept des Projektes basiert auf dem Projekt "Radheldinnen" vom Klimabündnis OÖ.

Viele Organisationen ziehen an einem Strang, um eine Umsetzung der Kurse in Ried im Innkreis zu ermöglichen: Getragen wird das Projekt von dem Club Soroptimistinnen Ried-Innviertel und der KEM Inn-Hausruck. Gefördert wird es vom Frauenreferat des Landes Oberösterreich und durch Spenden. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit dem PROGES Frauengesundheitszentrum fRIEDa und dem Klimabündnis Oberösterreich. Neben der Fahrtechnik wurden auch Verkehrsregeln und Sicherheitsaspekte vermittelt. Zum Einsatz kamen wiederaufbereitete Fahrräder von ReVital der Volkshilfe sowie neue Fahrradhelme der Räderei Vintage & Bike Shop gesponsert durch Puttinger Vogl Rechtsanwälte GmbH.

Umsetzung im ersten Projektjahr 2025
Der erste Fahrradkurszyklus mit 4 Terminen fand im Frühjahr/Sommer 2025 statt. Alle acht Teilnehmerinnen haben erfolgreich das sichere Radfahren erlernt. Das Projekt hat bei den Teilnehmerinnen nicht nur Begeisterung ausgelöst, sondern auch konkrete Veränderungen im Alltag bewirkt. Alle Absolventinnen haben angekündigt, das Fahrrad regelmäßig zu nutzen und weitere Frauen zu motivieren, sich ebenfalls zu beteiligen. Damit trägt das Projekt aktiv zur Förderung nachhaltiger Alltagsmobilität und zur Integration bei.

Regina BartH 

Ehem. Präsidentin Club Soroptimistinnen Ried‑Innviertel

Das Fahrrad steht für Freiheit und Eigenverantwortung. Die Begeisterung der Teilnehmerinnen bestätigt, wie wichtig dieses Angebot ist.

Bernhard Zwielehner 

Vorstandsmitglied KEM‑Verein

Radfahren spart Kosten, verbessert die Gesundheit und schont das Klima – gerade im urbanen Raum gewinnt es weiter an Bedeutung.

Umseztung 2026

Weiter 4 Termine der Rieder Radheldinnen fanden im Mai und Juni 2026 statt. Alle Teilnehmerinnen haben das Radfahren gelernt. Wieder wurde klar: Radfahren ist nicht für alle selbstverständlich. Eine Teilnehmerin berichtete, das Radfahren auch ihrer Tochter beigebracht zu haben. Besonders wichtig ist auch eine gute Zusammenarbeit der regionalen Organisationen und eine gute Mobilisation der Frauen sich für die Kurse anzumelden. Für viele ist es ein großer Schritt und die Nervösität etwas neues zu lernen war spürbar. 

Ausblick 2027
Es ist ein weiterer und letzter Kurszyklen geplant.

Fazit
Das Projekt „Rieder Radheldinnen“ zeigt, wie niedrigschwellige Mobilitätsangebote soziale Integration, Gesundheit und Klimaschutz miteinander verbunden werden können. Durch drei Kurszyklen entsteht eine nachhaltige Wirkung und neue Zielgruppen werden angesproche. Eine gute Zusammenarbeit zwischen regionalen Organisationen und ein persönlicher Kontakt zu den Teilnehmerinnen vor Ort ist ein wichtiger Erfolgsfaktor um Vertrauen zu schaffen und die Kurse umzusetzen. 

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND, LAND UND EUROPÄISCHER UNION
DIESES PROJEKT WIRD AUS MITTELN DES KLIMA-UND ENERGIEFONDS GEFÖRDERT UND IM RAHMEN DES PROGRAMMS KLIMA- UND ENERGIE-MODELLREGIONEN DURCHGEFÜHRT.
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